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21.03.2007 - Info-Veranstaltung zur Gründung der Bürgerstiftung Herdecke

Das Gründungskommitee erläutert das Vorhaben

Herdecke, 22.03.2007 (gh). Über 200 Herdecker Bürgerinnen und Bürger hatten gestern Abend den Weg in den Werner-Richard-Saal der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung“ an der Wetterstr. gefunden um mitzuerleben, wie die Initiatoren die geplante "Bürgerstiftung Herdecke" vorstellten. Nach der Einführung durch den Moderator Dietmar Backhaus, der kurz ausführte, dass die Stiftung keine kommunalen Aufgaben ersetzen könne und jedermann ab einer Einlagesumme von 300 Euro stimmberechtigtes Mitglied werden kann, kam der Justiziar des Bundesverbandes Bürgerstiftungen Dr. Burkhard Küstermann zu Wort. Zunächst wies er darauf hin, dass Bürgerstiftungen stets gemeinnützig, überparteilich und unabhängig sind. Er erläuterte, dass es zur Zeit über 130 Bürgerstiftungen in Deutschland gibt. Die ersten Bürgerstiftungen in Deutschland wurden 1996/97 gegründet. An verschiedenen Beispielen wie der Bürgerstiftung Freiburg und der Bürgerstiftung Braunschweig erläuterte er die Stiftungsaktivitäten. Das Prinzip einer Bürgerstiftung ist immer gleich:

  • Die Organe einer Stiftung bestehen nur aus der Stifterversammlung, dem Beirat/Kuratorium und dem Vorstand.
  • Das Stiftungsvermögen bleibt erhalten und kann durch Zustiftungen nur vermehrt aber niemals gemindert werden. Die Stiftungsarbeit kann somit nur aus Zinserlösen erfolgen. Deshalb ist ein Mindestkapital von 50.000 Euro erforderlich. Auch Arbeitszeit kann geldwert eingebracht werden.
  • Spenden "im Durchlauf" anstelle von Zustiftungen für satzungsgemäße Zwecke sind auch möglich, wenn die jeweiligen Spender dies wollen.

Der in Herdecke aufgewachsene Justiziar freute sich, dass der Initiativkreis der Herdecker Bürgerstiftung schon sehr weit gekommen ist und sogar schon ein noch veränderbarer Satzungsentwurf der Bürgerstiftung Herdecke existiert. In Herdecke soll der Vorstand aus 5, das Kuratorium aus 11 Mitgliedern bestehen. Um stimmberechtigtes Mitglied in der Stifterversammlung zu werden, ist alle 5 Jahre eine Mindestzustiftung von 300 Euro pro Mitglied erforderlich.

Anschließend gab der Vorstand Frau Dr. Elisabeth Nilkens einen Überblick über die Arbeit der Bürgerstiftung Herten, die sich aus besonderen örtlich bedingten Gründen weitgehend der sozialen Jugendarbeit verpflichtet fühlt.

Zum Abschluß der Veranstaltung bat Herr Dr.Jochen Plaßmann alle Anwesenden, für die Bürgerstiftung zu werben. Wenn alles weiter so gut läuft, könnte Ende April/Anfang Mai zu einer Gründungsversammlung eingeladen werden. Nach seinen Erfahrungen mit anderen Siftungen könnte dann die Stiftung nach den Sommerferien ihre Arbeit aufnehmen.

Der Initiativkreis sucht noch weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich bei Interesse bei Herrn Apotheker Dietmar Backhaus, Hauptstr. 62 in der Adler-Apotheke melden mögen. Dort liegen auch Beitrittserklärungen aus, mit denen man seine Bereitschaft zum Engagement in der Bürgerstiftung dokumentieren kann.

Wir bitten alle Leser und Herdecker Bürger darum, unabhängig von einer Zugehörigkeit zu einer Partei, Glaubensgruppe oder Vereinen, die Bürgerstiftung Herdecke zu unterstützen.

Weitere Infos des Bundesverbandes Bürgerstiftungen: hier !