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13.Europapolitischer Aschermittwoch mit MdB Michael Stübgen

Über 80 Gäste waren trotz widrigen Winterwetters der Einladung des CDU-Kreisverbandes Ennepe-Ruhr am Aschermittwoch, 25.Februar 2004 nach Herdecke in den Stadtsaal am Zweibrücker Hof gefolgt. Nach kurzer Einführung durch den CDU-Kreisvorsitzenden Dr. Ralf Brauksiepe und den Grußworten des Herdecker CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Ludger Sauerwald berichtete der Gastredner Michael Stübgen MdB zunächst von Zugewinnen für die CDU von ca. 11% bei der zuletzt im Herbst stattgefundenen Kommunalwahl im heimischen Elbe-Elster Wahlkreis. Ein ähnliches Ergebnis würde in Herdecke ausreichen, um die Machtverhältnisse im Rat zu kippen.

In seinen anschließenden Ausführungen zum Thema "Die Erweiterung der europäischen Gemeinschaft von 15 auf 25 Staaten am 1. Mai 2004 - Chancen und Risiken -" stellte er die Problemzonen klar dar und ging auch auf den umstrittenen Beitritt der Türkei ein. Er erläuterte auch noch einmal das Prinzip der Nicht-Gleichgewichtung der Stimmen in der EU. Die Begrenzung der Gesamtzahl der Parlarmentsabgeordneten ist vor allem für kleinere Mitgliedsstaaten wichtig, da sie dem Förderalismus dient. Die EU-Verfassung muß weiter verfolgt werden, obwohl eine Einigung von nunmehr 25 anstatt 15 Mitgliedsländern schwieriger ist. Abschließend verwies er noch auf das Beitrittsbegehren von Bulgarien, Rumänien und Kroatien, die bei Antragstellung in diesem Jahr frühestens 2007 der EU beitreten könnten.

Eine seiner Kernaussagen war, dass das Bestehen der europäischen Staatengemeinschaft die größte friedenserhaltende Maßnahme der Menschheitsgeschichte sei und verwies dabei auf die ständigen innereuropäischen Konflikte der Vergangenheit.

Beim anschließenden gemeinsamen traditionellen Fischessen wurde noch rege über die Ausführungen von Herrn Stübbe diskutiert. Die Spendensammlung für das Fischessen zugunsten der Evangelischen Stiftung Volmarstein, die in diesem Jahr ihr 100jähriges Jubiläum feiert, ergab eine Rekordsumme von 1720 Euro. 

Gisbert Holthey