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Christlich Demokratische Union - Herdecke
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23.01.2006 - Neues Stadtquartier an der Ruhr

Das holländische Siegermodell mit der Wiederherstellung des Mühlengrabens

Bürgermeister-Stellvertreter Carl-August Thomashoff stellt beim 1.Forum der "Westfalia-Werkstatt" am 15.Januar 2006 die Vorstellungen der CDU Herdecke vor! 
Nachfolgend seine Rede im vollen Wortlaut:

Herdecke, 23.01.2006 (cat). Mit größtem Bedauern mussten alle Herdecker Bürger zur Kenntnis nehmen, dass Westfalia-Surge die Entscheidung aus wirtschaftlichen Gründen getroffen hat, den Standort Herdecke zu schließen.Die CDU-Fraktion bedauert den Umzug der Westfalia-Surge vor allem wegen des Verlustes der verloren gegangenen ca. 300 Arbeitsplätze.Dieses bedeutet, dass entsprechend viele Familien betroffen sind. Es bedeutet aber auch für Herdecke, dass dem Einzelhandel Kaufkraft entzogen worden ist und für die Stadt Steuerausfälle.Darum möchte ich sofort zu Beginn meiner Ausführungen das primäre Ziel der CDU-Herdecke die Aussage formulieren, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen hier an diesem Standort für uns die wichtigste Aufgabe darstellt. Wir haben in den bisherigen Prozess unsere Anregungen eingebracht und werden diesen auch weiter intensiv begleiten.Da in der seitens der Fa. Westfalia-Surge und der Stadt Herdecke erstellten Broschüre "Projektinformation zur Entwurfswerkstatt" auf den Seiten 18 folgende die einzelnen Anregungen der Parteien und Westfalia-Surge widergegeben sind, möchte ich hier und heute unsere wesentlichen Punkte nochmals hervorheben: (unter: www.herdecke.de – Pflichtenheft Westfalia - nachzulesen und abzurufen)

  • Die bedeutende Attraktivitätssteigerung durch eine stärkere Anbindung der Ruhr an die "City".
  • Einbindung und Harmonisierung des jetzigen Kaufparkgeländes in ein Gesamtkonzept mit eventueller Verlagerung.
  • Ansiedlung eines Spezial-Handelshauses mit überregionaler Bedeutung – also mit Leuchtturmeffekt so wie Gebäude für umweltverträgliches Gewerbe, Büro-/ Instituts-/Praxiszwecke.
  • Errichtung von ("nach Möglichkeit") kostenlosen Parkflächen
  • Erlebnis-Gastronomie z.B Herdecker Brauhaus oder ein Kartoffelhaus
  • Insbesondere aber favorisiert die CDU-Fraktion Pflege- und Betreuungseinrichtungen im Zusammenhang mit einem "Wohnstift" so wie Projekten wie generationsübergreifendes Wohnen. Hier könnten rund 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Das stadtnahe und fußläufige Gelände in diesem Bereich bietet sich geradezu an und Investoren sind nach unserer Kenntnis im großen Maße interessiert. Mit dieser Maßnahme geht auch eine Kaufkraftstärkung der Innenstadt einher.
  • Im Rahmen einer landschaftlichen Neugestaltung des Hochwasserschutzgebiertes (kleine Teiche und Hügellandschaft) sollte eine Trennung des jetzigen Fuß- und Radweges durch Anlegung eines neuen Radweges in Randlage zur Neubebauung vorgenommen werden. Somit würde der heutige Uferweg als reiner Fußgängerweg neu erstellt. Dadurch bekämen auch die dort bereits ansässigen Wassersportvereine mehr Freiraum und würden künftig nicht mehr durch Fahrradfahrer und Inlineskater gestört.
  • Erhalt architektonischer Besonderheiten (Eingang Ruhrstraße) evtl. an anderer Stelle wieder aufbauen. Umbau des dominanten Backsteingebäudes evtl zu Wohnzwecken.
  • Jedoch meine Damen und Herren hier eine klare Aussage: Keine Ansiedlung von Unternehmen, die außergewöhnliche Emissionen mit sich bringen.
  • Am 12. Januar 2006 wurden die ersten Ergebnisse der Strukturanalyse im Herdecker Innenstadtbereich für Dienstleistungen und Einzelhandel vorgestellt (WP und WR haben hierüber berichtet) mit sehr interessanten aber auch überraschenden Ergebnissen. So gilt es, den von fast allen Parteien angesprochenen Bereich der Erlebnisgastronomie - insbesondere für "Junge Menschen" aber auch für "Junggebliebene" – intensiv zu verfolgen.
  • In Ergänzug des Konzeptes der Umgehungsstraße sollte man den Bereich der unteren Hauptstraße nicht als reine Fußgängerzone sondern als verkehrsberuhigten Bereich mit Park- und Zufahrtsmöglichkeiten gestalten.
  • Zum Schluß bleiben noch Überlegungen, in welcher Form die Nutzung für Freizeit und Sport intensiviert werden kann. Hier müssen die Vereine auf jeden Fall mit eingebunden werden.

Nunmehr sind wir Politiker gemeinsam aufgerufen, über Parteigrenzen hinweg unsere Anregungen darzulegen und nach optimaler Gestaltung und Nutzung der freigewordenen Flächen zu suchen. Ebenso gilt es, die Anregungen aus der Bürgerschaft aufzunehmen und in ein Gesamtwerk einzuarbeiten. Die CDU sieht in der sinnvollen Gestaltung des Westfalia-Geländes neue Chancen für Herdecke. Wir sind für vernünftige Lösungen offen.

Nur, meine sehr verehrten Damen und Herren, bei allem Engagement gilt es, das Wünschenswerte mit dem Machbaren (was will Westfalia?) in Einklang zu bringen.

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!