Alle sind eingeladen, mitzumachen!
Herdecke, 25.08.2006 (tu). Der Grundsatzprogramm-Beauftragte des Ennepe-Ruhr-Kreises und Stadtverbandsvorsitzende der CDU Gevelsbergs, Thorsten Uhle, hatte zur Auftaktveranstaltung der Grundsatzprogrammdiskussion am 24.8.2006 Vertreter aus allen neun Städten im EN-Kreis nach Gevelsberg eingeladen. Im Haus Lichtenplatz hatten sich mehr als 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingefunden – die weiteste Anreise hatte die Landtagspräsidentin Regina van Dinther, die extra aus Düsseldorf kam.
Thorsten Uhle stellte gleich zu Beginn fest: "Über die große Resonanz freue ich mich sehr – es ist nicht selbstverständlich, dass sich so viele freiwillig einfinden, um an unserem Grundsatzprogramm zu arbeiten. Ganz besonders freue ich mich, dass sich auch zwei "Parteilose" aktiv einbringen möchten. Alle, auch die heute Abend nicht hier sind, sind herzlich eingeladen mitzumachen." Nach einer kurzen Vorstellungsrunde beantwortete Uhle die Frage "Warum brauchen wir ein neues Grundsatzprogramm?" Das Programm von 1994 muss erneuert werden, weil es seit 1994 Veränderungsprozesse auf allen gesellschaftlichen Eben gegeben hat: die Terrorgefahr durch die neue weltpolitische Lage, Unsicherheiten und Chancen durch die Globalisierung und den demografischen Wandel sind nur wenige von vielen Themen, die es in diesem und im nächsten Jahr zu diskutieren gilt.
Die Landtagspräsidentin Regina van Dinther, die Mitglied der 68-köpfigen Grundsatzprogramm-Kommission ist, berichtete von der Kommissionsarbeit auf Bundesebene und stellte NRW-Spezifika dar: "Für die nordrhein-westfälische CDU sind die drei Grundwerte Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit gleichrangig. Es gibt keine Werte-Hierarchie.", so van Dinther. Und weiter: "Es geht in der Diskussion um unsere christlichen Wurzeln, auf denen unsere Politik fußt. Es geht um konkrete Dinge, wie beispielsweise die Bedeutung der demografischen Entwicklung für unsere Schulen, für das Rentensystem, für die Lebensarbeitszeit und die Förderung des Ehrenamts."
Nach der zum Teil regen Diskussion wurden acht Arbeitsgruppen gebildet, die sich in den folgenden Monaten mit jeweils einer Leitfrage intensiv auseinandersetzen werden:
Gruppe 1: Was ist unsere Identität als Christliche Demokraten?
Gruppe 2: Wie ermöglichen wir die freie Entfaltung der Person und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft?
Gruppe 3: Wie meistern wir die Herausforderungen der demografischen Entwicklung?
Gruppe 4: Wie können wir Familien helfen, Basis der Gesellschaft zu sein?
Gruppe 5: Wie machen wir die Soziale Marktwirtschaft in der globalisierten Welt zukunftsfest?
Gruppe 6: Wie gestalten wir einen freiheitlichen Staat, der Sicherheit garantiert?
Gruppe 7: Was müssen wir tun, um die Schöpfung zu bewahren?
Gruppe 8: Was sind Deutschlands Interessen in Europa und in der Welt und was ist Deutschlands Verantwortung?
Die einzelnen Arbeitsgruppen sind über den gesamten Ennepe-Ruhr-Kreis verteilt. Die CDU-Stadtverbände Herdecke und Wetter laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich in die Grundsatzprogrammdiskussion aktiv einzubringen. Ansprechpartner in Herdecke ist Gisbert Holthey (Tel.: 02330/6085855), in Wetter Manfred Hillenbach (Tel.02335/974633). "Wir sind gespannt, zu welchen Ergebnissen wir gelangen werden. Das Ziel ist jedenfalls klar: Die Politik für die Zukunft fit machen", so Hillenbach und Holthey.
Die nächste Veranstaltung findet am 11.9.2006, um 18.00 Uhr, im Haus Lichtenplatz (Wittener Str. 124, Gevelsberg) statt. Staatssekretär Günter Winands hält einen Vortrag zum Thema "Bildung für alle – das neue NRW-Schulgesetz" und lädt zur anschließenden Diskussion ein. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen. Aktuelle Informationen rund um die Programmdebatte hat die Union auf der Internetseite
www.grundsatzprogramm-cdu-en.de zusammengetragen.